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Samstag, 24. November 2012

Gott sei Dank ist der Wahlkampf vorbei, an alle Kommunalpolitiker in Graz :)

Liebe Grazer Kommunalpolitiker und -innen!

Alle Grazer- und innen danken Ihnen wieder für Ihre absolut unauffälligen und störungsfreien Werbemaßnahmen.

Unter der novemberlichen Smogdunstglocke von Graz ist es natürlich das Erbaulichste, wenn man als allererstes morgends fast über einen Plakatständer der FPÖ fällt, bunt verziert und angemalen sogar mit Bart, sehr hetzerisch gehalten gegen Ausländer, Zugewanderte, alle seien Drogendealer oder sonstwas und dann liest man den Namen: Dr. Mario Eustacchio, und bei diesem Namen denkt man nicht an die Steiermark, sondern unweigerlich an Italien und fragt sich, warum einer mit einem solchen Namen, so eine Wahlwerbung macht??

Weiter geht es den Weg entlang, Richtung Straßenbahn, man begegnet den Plakaten der Doktorin Martina Schröck, in absolut unauffälligem grellem Rot gehalten, dass man für den Tag  geblendet  ist und nur noch alles grellrot sieht.

Man registriert die neue Politik, will man doch aber wieder vielleicht wieder die alte Politik eines Herrn Stingls zurück. Versprochen werden neue und lebendige Werte...ein junges Gesicht soll anziehend wirken, aber Werte allein und ein junges Gesicht garantieren noch keine Wählerstimmen. Was fehlt ist ein klarer Inhalt,, und man merkt sich nur dieses unglaubliche Grellrot.

Pink dominiert im Grazer Wahlkampf, alles durch die rosa Brille oder was?


Kurz vor der Straßenbahnhaltestelle begegnet einem noch ein unaufälliger Plakatständer der "Piratenpartei" und auch auf der Straße wird spaßeshalber mit Augenklappe geworden. Die Piraten werben mit Protest und womit sonst noch? Ja, der Wähler soll nicht glauben, was da auf den Plakaten steht, ja wunderbar, das weiß jeder mündige Wähler auch und so nebenher wird die kostenlose Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel angeboten, ja bitte wunderbar, das müsste man sofort wählen. Nachhinein in der Straßenbahn fällt einem ein: Ja, und wer soll das bezahlen? Wer wird diese Versprechungen halten?

In der Stadt angekommen, alles vollgeklebt, in der Herrengasse belagern sämtliche Parteien die Wähler, mit Geschenken, mit Versprechungen. Die Grünen feiern ein kleines Fest mit einer Frau Glawischnig, teilen Luftballons aus, alles so fröhlich und schwerelos, doch noch immer hängt die Grazer Dunstglocke über Graz. Es fahren noch immer Autos in Graz, die öffentlichen Verkehrsmittel sind teurer und überhaupt der Grazer Bahnhof mit dem neuen Vorplatz, den hätte man sich sparen können, hätte man doch das Geld lieber in die öffentlichen Verkehrsmitteln finanziert. Zwar wirbt Lisa Rücker als starke Frau, aber wurde sie ja quasi aus der Stadtregierung gestoßen, und so haben wir nun die Neuwahl und die Grazer Grünen, die ständig von einer starken und dominanten ÖVP überstimmt wurden und leider auch einiges falsch gemacht haben.

Nur am Rande nimmt man die Wahlwerbung einer gewissen BZÖ wahr. Man fragt sich ob die Partei noch überhaupt existiert, oder ob nicht alle schon auch in Graz zu Franky Stronach gar abgewandert sind? Der Wahlslogan "Genug gelitten" dürfte ein vager Hinweis darauf sein.

Und abends beim nach Hause gehen, begegnet man überall einem Herrn Nagl, der am meisten wirbt. Auf Plakatwänden steht er lässig und locker mit seinem Anzug.

Ja, liebe Grazer, scheint er zu versprechen, was ich noch nicht geschafft habe, das schaffe ich noch. Und am Hauseingang findet sich eine Parteiwerbung der ÖVP aufgeklebt, und auch im Postkasten, und dann zum Schluß auch noch vor der Haustür, ja das nennt man allumfassende Wahlwerbung, bis vor die Haustüre.

 Doch auch hier erinnert man sich an die letzten vier Jahre, was wurde geschaffen, außer das alles zugebaut wurde, die Preise für öffentliche Verkehrsmittel viel zu teuer sind und noch immer eine Riesendunstsmogglocke über Graz hängt?

Hat der Herr Nagl doch in allem seinen Koalitionspartner die Grünen überstimmt und Politik nach seinem Geschmack gemacht, und jetzt steht er da leger und lässig, und man fragt sich als Wähler: Was hat der als Bürgermeister geleistet? Was hat er eigentlich gemacht??? Außer das er in seinem Anzug gut aussieht? Am Rande ein zartes Pink, dass sich abwechselnd  mit dem Grellrot der roten Wahlplakate, Citylights und Ständer und sonstwas abwechselt ....

Unaufdringlich stehen vereinzelt Plakatständer der KPÖ herum, die wohl in den letzten Jahren am positivsten aufgefallen sind. Im Bereich des Wohnbaus und der Gemeindewohnungen wurde etwas geleistet und die Wahlwerbung ist nicht so penetrant, so auffällig, so nervtötend wie die der anderen Parteien.. Der Wahlslogan "Helfen statt Reden" erwärmt das Herz des Wählers angeneh, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Man erinnert sich das Politikergehälter gespendet werden, und so dürfte es nicht wundern, wenn die Kommunisten den zweiten Platz in Graz schaffen würden....

Graz hat immerhin 11 Milliarden Schulden angehäuft. Lösungsansätze sind in den Wahlkampagnen nicht enthalten, für die Problematik in Graz. Der Feinstaub, die Dunstglocke über Graz, Schuldenabbau, Ausbau des öffentlichen Verkehrs, überhaupt ein sinnvolles Verkehrskonzept. Nicht zu vergessen das geplante Murkraftwerk in Puntigam, dass soviele Gegner hat, auch das wird im Wahlkampf totgeschwiegen.

Und so dürfen sich die meisten Grazer Parteien nicht wundern, wenn sie am 25. 11. 2012 ihre Rechnung präsentiert bekommen, entweder mit Wahlunlust der Grazer, die sich fragen, wozu überhaupt noch wählen, oder die Wähler rächen sich und wählen Parteien wie die Piratenpartei aus reiner Lust am Protest.

Und ein Herr Nagl wird vielleicht wieder Bürgermeister, diesmal nicht mit den Grünen, sondern vielleicht mit einer leicht erstarkten FPÖ und die Politik in Graz wird ausländerfeindlich und unmenschlich wie noch nie, wie gut das die Beziehungen zur Grazer FPÖ so erkaltet sind...

Auf jeden Fall dürfte Bürgermeister Nagl mit einer starken KPÖ rechnen, man spricht sogar vom zweiten Platz, da dies die einzige Partei im Grazer Wahlkampf ist die positiverweise nicht nur verspricht, sondern auch ihre Versprechungen umzusetzen weiß. Vielleicht eine positive Koalitionsmöglichkeit für Graz... :)

in diesem Sinne eine noch unschlüssige Frau Wasserkuh, die sich noch immer unschlüssig ist, wen sie wählen soll, trotz so ausschweifender Wahlwerbung, leider meistens nur mit leeren Aussagen, aber ohne wahre Inhalte :(


Anders denken? Ja, weniger Wahlwerbung, mehr Versprechen einhalten :)























































































































































































































































































































































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